Interdisziplinäre Jury diskutiert Rahmenbedingungen des DVL-Ideenwettbewerbs Mittelgebirge

20.12.2020

Am 9. November 2020 traf die 13-köpfige Jury des Ideenwettbewerbes „Modellbetriebe Bio­ökonomie in den Mittelgebirgen Deutschlands“ zum ersten Mal zu­sammen – wenn auch nur virtuell.

Die Jury setzt sich aus den folgenden Personen zusammen:

  • Dr. Köchy, Martin (Deutsche Agrarforschungsallianz)
  • Liesen, Jörg (Verband Deutscher Naturparke)
  • Lotz, Jörg (Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft)
  • Meusel, Florian und Müller, Ulrich (DVL)
  • Oberdellmann, Peter (Westfälisch-Lippischer Landwirtschaftsverband)
  • Dr. Pascher, Peter (Deutscher Bauernverband)
  • Dr. Riehl, Gerhard (Deutscher Grünlandverband)
  • Dr. Rösch, Christine (Karlsruher Institut für Technologie )
  • Sauritz, Mathias (Fachagentur Nach­wachsende Rohstoffe)
  • Schniete, Susanne (Deutsche Vernetzungs­stelle ländlicher Raum)
  • Wagener, Frank (Hochschule Trier)
  • Dr. Zscheile, Matthias (BioEconomy Cluster Management GmbH)

Im Fokus des Wettbewerbs steht die Suche nach land- und forstwirtschaftlichen Betrieben, welche innovative Ideen rund um eine biobasierte, rohölfreie Wirtschaft umsetzen - von neuen Anbauverfahren für Biomasse und Nahrungsmitteln über eine effizientere Erzeugung von Brennstoffen bis hin zu neuen Vertriebswegen.

Teilnehmende Betriebe werden durch die Jury bewertet und 2022 auf der Grünen Woche in Berlin ausgezeichnet. Es können Preisgelder in Höhe von 15.000 € ver­geben werden. Der Wettbewerb ist Teil der Umsetzung der 2018 vom DVL entwickelten „Mittelgebirgsstrategie 2030“. Diese umfasst sieben Handlungs­felder zur Stärkung der Mittelgebirgsregionen in Deutschland, u. a. die Nutzung von erneuer­baren Energien, die Land- und Forstwirtschaft, sowie Forschung, Vernetzung und Wissens­transfer. Ziel des Wettbewerbs ist die Förderung von regionalen Wertschöpfungsketten sowie der Erhalt von Kulturlandschaft und Biodiversität.

Anfang 2021 wird es möglich sein, sich für den Wettbewerb auf der projekteigenen Homepage zu registrieren und die Bewerbung Online aus­zufüllen. Der DVL setzt hierbei auf die Unter­stützung der Landschaftspflegeorganisationen vor Ort, welche nicht nur das Wissen und die Kontakte zu relevanten Betrieben im Mittel­gebirge haben, sondern auch die Bewerbungs­unterlagen für diese einreichen können.

Im Anschluss an die Jurysitzung gab es am Nachmittag einen Workshop zum Thema „Bio­ökonomie in den Mittelgebirgen“. Dieser hatte zwei Diskussionsschwerpunkte: das Potential der Bioökonomie in den Mittelgebirgsregionen, welches im Rahmen eines Forschungsauftrags ermittelt werden soll und die Entwicklung eines Netzwerks. Letzteres soll nicht nur einen Wissensaustausch zwischen Betrieben und Re­gionen ermöglichen, sondern auch eine ein­fachere Kontaktaufnahme zwischen Betrieben und Industrie oder Kommunen ermöglichen. Chancen zur Vernetzung bietet das Projekt unter anderem durch die Durchführung von Betriebs­besichtigungen, den Aufbau einer Datenbank sowie die Ausrichtung eines Fachkolloquiums.

Das Projekt wird von der Fachagentur Nach­wachsende Rohstoffe (FNR) betreut. Es wird gefördert durch das Bundesministerium für Er­nährung und Landwirtschaft aufgrund eines Be­schlusses des Deutschen Bundestages.


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