Ein Mädchen schiebt eine Kuh auf einer Weide von hinten an.

DVL-Ideenwettbewerb "Modellbetriebe Bioökonomie" in den Mittelgebirgen Deutschlands

Ziele

Der Ideenwettbewerb „Modellbetriebe Bioökonomie“ suchte 2021 Leuchtturmprojekte aus den Mittelgebirgsregionen, welche im Rahmen der Nationalen Bioökonomiestrategie das Potential der nachwachsenden Rohstoffe erschließen. Das vorhanden Wissen und die Kompetenzen sollen für andere Betriebe und Regionen nutzbar gemacht werden. So wird langfristig die Wirtschaftlichkeit der Produkte und Verfahren in den Mittelgebirgsregionen erhöht.

Kurzbeschreibung

2018 entwickelte der DVL im Rahmen der 1. Mittelgebirgskonferenz mit Akteuren aus Praxis, Verwaltung und Wissenschaft eine Strategie zur Stärkung landwirtschaftlicher Wertschöpfungsketten in den Mittelgebirgsregionen. Diese umfasste unter anderm die Handlungsfelder "Diversifizierung und neue Produkte der Land- und Forstwirtschaft", "Potentiale Erneuerbarer Energien nutzen" sowie "Forschung, Vernetzung und Wissenstransfer". An diese Zielsetzungen knüpft das neue Projekt „DVL-Ideenwettbewerb Modellbetriebe Bioökonomie Mittelgebirge“ an. 

In diesem Wettbewerb konnten sich innovative land- und forstwirtschaftliche Betriebe bewerben, die im Sinne der Bioökonomie neue Produkte und Verfahren zur Verwertung von Biomasse und biogenen Reststoffen in Form stofflicher und energetischer Verwertung entwickeln und verwenden. Die Gewinner des Wettbewerbes wurden als Modellbetriebe ausgezeichnet und fungieren fortan als Schulungsbetriebe für die Mittelgebirge.

Die Etablierung bioökonomisch ausgerichteter Betriebe in den Mittelgebirgsregionen trägt nicht nur zu einer Stärkung der Wirtschaft vor Ort bei, sondern führt auch zum Erhalt der dortigen Kulturlandschaft und somit zur Sicherung der Lebensqualität und einer Stärkung des Tourismus. Auf diese Weise wird der Weg für weitere Wirtschaftszweige geebnet. Darüber hinaus tragen Land- beziehungsweise Forstwirtinnen und -wirte mit ihrer Tätigkeit in den Mittelgebirgsregionen zum Fortbestehen der Biodiversität sowie mit ihren neuen Konzepten zur stofflichen Verwertung zum Klimaschutz bei.

Aktivitäten

Im Rahmen des Ideenwettbewerbs konnten sich interessierte Betriebe 2021 auf der projekteigenen Homepage bewerben. Die Siegerkategorien und -kriterien wurden von einer interdisziplinären Jury festgelegt. Die Gewinner wurden im Oktober 2022 auf dem Fachkolloquium Bioökonomie in Fulda ausgezeichnet.Hier konnten die Projekte diskutiert und ihre Weiterentwicklung sowie die Übertragbarkeit auf andere Betriebe diskutiert werden. Auf der projekteigenen Homepage können diese Ideen nachgelesen werden und als Inspiration für andere Betriebe in den Mittelgebirgsregionen dienen.
Im Sommer 2022 konnten drei Betriebe besichtigt werden.

Bis zum Ende des Projektes 2023 wird in  in Zusammenarbeit mit einer externen Forschungseinreichtung eine datengestützte Potentialanalyse für Bioökonomie in den Mittelgebirgsregionen durchgeführt und die politischen und sozialen Rahmenbedingungen untersucht. Darauf basierend werden Empfehlungen an die Politik abgeleitet, welche die Umsetzung der Verfahren zukünftig vereinfachen und beschleunigen. Ein öffentlicher Zugang mit Informationen über die Gewinnerbetriebe und neuen Erkenntnissen im Bereich der Bioökonomie in den Mittelgebirgen Deutschlands wird anhand einer Broschüre und des Internetauftritts erreicht.

Laufzeit

2020 - 2023

Fördermittelgeber

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft

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